Capadecor VarioChips, Caparol Mehrfarbige, wirtschaftlich spritzbare Chipsbeschichtung für innen.
VerwendungszweckMehrfarbiges Gestaltungskonzept auf Chipsbasis. Wegen der besonderen wirtschaftlichen und optischen Eigenschaften ideal für Renovierungen von Treppenhäusern, z.B. auch auf Glasgewebe, Rauhfaser etc.
Eigenschaften- Einfache und wirtschaftliche Verarbeitung
- alkalibeständig
- bestmöglich lichtecht
- schwer entflammbar im System nach DIN 4102, B1
MaterialbasisMehrfarbige Chips aus Kunstharzdispersion
Verpackung/Gebindegrößen5 kg Karton
LagerungTrocken
HinweisDie Designs Nr. 40; 41; 42; 43 und 44 enthalten einen mineralischen Glimmer. Dieser Glimmer kann aufgrund seiner natürlichen Herkunft im Farbton bzw. seiner Helligkeit schwanken. Unterschiedliche Anfertigungschargen der Chipdesigns sollten daher vor der Verarbeitung miteinander vermischt werden um einer Abzeichnung entgegen zu wirken. Die Abweichung des Glimmerfarbtons berechtigt nicht zur Beanstandung des Chipdesigns.
Eignung gemäß Technischer Information Nr. 606 Definition der Einsatzbereiche
innen 1 innen 2 innen 3 außen 1 außen 2
+ + ? – –
(–) nicht geeignet / (?) bedingt geeignet / (+) geeignet
Geeignete UntergründeDie Untergründe müssen fest, sauber, frei von Verschmutzungen, trennenden Substanzen und trocken sein. VOB, Teil C, DIN 18363, Abs. 3 beachten.
Untergrundvorbereitungsiehe Technische Information Nr. 906 Capadecor VarioColl
AuftragsverfahrenBeflockungstechnik mittels spezieller VarioChips-Pistole. Anschluß an Luftkompressoren mit mind. 400 l/Min. Luftansaugleistung. Druck ca. 1,8–2,0 bar. Abstand zur Wand ca. 60–80 cm; Auftrag bis zur Sättigung. Die Chips müssen mit leistungsfähigen Luftkompressoren und entsprechender Chips Pistole verarbeitet werden.
BeschichtungsaufbauVarioCollEinige Chips-Designs müssen in abgetöntem VarioColl eingebettet werden (siehe entsprechende Tabelle sowie TI Nr. 906).
VarioChipsAus dem Karton in den VarioChips-Vorratsbehälter schütten und dabei etwas mit der Hand auflockern. Den Ansaugschlauch der Chips-Pistole in den Behälter stecken. Die Pistole an einen Luftkompressor anschließen, der über eine Ansaugleistung von mindestens 400 l/Min. verfügt.
Die Chips gleichmäßig bis zur Sättigung in die nasse VarioColl-Masse einspritzen. Sättigung ist dann erreicht, wenn im Streiflicht keine Glanzstellen mehr zu erkennen sind. Die Chips müssen mittels Pistole und leistungsfähigem Luftkompressor verarbeitet werden.
Heruntergefallene Chips können wieder aufgenommen und weiterverarbeitet werden, soweit sie unbeschädigt und sauber sind. Ausbesserungen sind nur im Feuchtzustand möglich: Beschädigte Stellen mit Spachtel abheben, VarioColl auftupfen und VarioChips einspritzen. Um Ansätze zu vermeiden, wird empfohlen, VarioColl naß-in-naß aufzutragen. D.h.: Es sollte jeweils pro Spritzgang ca. 40–50 cm vor Ende des Klebstoffauftrags mit dem Beflocken aufgehört werden.
Nach guter und gleichmäßiger Durchtrocknung die gesamte Fläche mit einem Schleifvlies oder Besen leicht bürsten, um an der Oberfläche liegende Chips zu entfernen. Bei gröberen Putzstrukturen empfiehlt sich das Abbürsten mit einer Wurzelbürste. Hierbei herunterfallende Chips können nicht mehr wiederverwendet werden.
VarioFinish Matt/SeidenmattAuf die getrocknete Fläche satt und gleichmäßig auftragen (TI Nr. 907 beachten).
Besonderheiten:Einige Designs enthalten Glimmerchips und sollten mit VarioFinish Seidenmatt beschichtet werden (siehe Tabelle). Infolge elektrostatischer Aufladung stellen sich die Glimmerchips auch nach dem Abbürsten und der Schlußlackierung hoch. Diese Eigenart der Glimmerchips stellt keine wesentliche Beeinträchtigung der Optik dar und ist kein Grund für Beanstandungen.
VerbrauchCa. 200 g/m2 (ca. 200 g/m2 fallen zusätzlich beim Beflocken auf den Boden und können – wenn unverschmutzt – wieder verwendet werden).
Exakte Verbrauchswerte durch Probeauftrag ermitteln
Verarbeitungsbedingungenmindestens +5 °C für Umluft und Untergrund.
WerkzeugreinigungSofort nach Gebrauch mit Wasser.