Sylitol® Bio-InnenfarbeHochwertige, lösemittelfreie Innenfarbe auf Silikatbasis – für Allergiker geeignet.
VerwendungszweckFür hochwertige Wand- und Deckenanstriche im gesamten Wohnbereich, in Schulen, Kindergärten, öffentlichen Gebäuden sowie in der Denkmalpflege. Durch die allergenkontrollierte Rezeptur ideal für Allergiker.
Besonders gut geeignet für Beschichtungen auf ungestrichenen mineralischen Putzen der Mörtelgruppen PI, PII und PIII, Beton, Kalksandsteinsichtmauerwerk, Capaver ElementEffects, Glasvlies-Wandbelägen, Raufasertapeten und tragfähigen Silikatbeschichtungen.
Capaver Glasgewebe-Wandbeläge, Gipsputze, Gipskartonplatten, Gipsbauplatten und tragfähige seidenmatte Dispersionsbeschichtungen können nach entsprechender Vorbehandlung ebenfalls beschichtet werden. Durch den hohen Anteil mineralischer Rohstoffe und die natürliche Alkalität wird das Risiko der Schimmelpilzbildung auf der Oberfläche reduziert.
Caparol Innendämmsysteme: Geeignet für Capatect IDS Protect und Capatect IDS Mineral.
Eigenschaften - konservierungsmittelfrei
- lösemittelfrei
- weichmacherfrei
- frei von foggingaktiven Substanzen
- raumlufthygienisch unbedenklich
- Zertifikat „für Allergiker geeignet", gemäß Prüfzeugnis des TÜV Nord
- fremdüberwacht
- umweltschonend und geruchsarm
- sehr leichte Verarbeitung
- hochdiffusionsfähig, sd H2O < 0,02 m nach DIN EN 1062
- Sylitol® Beschichtungen erhalten die Diffusionsfähigkeit und den Feuchtigkeitsaustausch des Untergrundes
- nichtbrennbar, A2, nach DIN 4102, Prüfnummer: P-BAY26-04659
MaterialbasisKaliwasserglas mit organischen Zusätzen, nach DIN 18363 Abs. 2.4.1.
Sylitol® Bio-Innenfarbe ist im ColorExpress-System maschinell nach allen gängigen Farbtonkollektionen abtönbar. Bei Bezug ab 100 Litern in einem Farbton und Auftrag auch werkseitig abgetönt lieferbar. Um evtl. Abtönfehler zu erkennen, bitte vor Verarbeitung auf Farbtonexaktheit überprüfen. Auf zusammenhängenden Flächen nur Farbtöne einer Anfertigung (Charge) verwenden.
Durch klassische Abtönung können Konservierungsmittel in die Farbe eingetragen werden. Bei der Verwendung von Histolith Volltonfarben (max. 20 %) bleibt die konservierungsmittelfreie Eigenschaft von Sylitol® Bio-Innenfarbe weiterhin gewährleistet. Bei Selbstabtönung benötigte Gesamtmenge untereinander vermischen, um Farbtonunterschiede zu vermeiden.
GlanzgradStumpfmatt (nach DIN EN 13 300)
LagerungKühl, aber frostfrei.
Lagerstabilität ca. 12 Monate. Nur in Kunststoffgebinden lagern.
Technische DatenKenndaten nach DIN EN 13 300:Durch Abtönung sind Abweichungen bei den technischen Kenndaten möglich.
NassabriebKlasse 2, entspricht scheuerbeständig nach DIN 53778
KontrastverhältnisDeckvermögen Klasse 2, bei einer Ergiebigkeit von 7 m2/l bzw. 140 ml/m2
Maximale Korngrößefein (< 100 µm)
Dichteca. 1,5 g/cm3
Ergänzungsprodukte - Histolith-Volltonfarben
- Zur Selbstabtönung von Sylitol® Bio-Innenfarbe.
- Sylitol® Mineralgrund
- Pigmentierter Silikat-Haftvermittler für außen und innen.
- Caparol-Haftgrund
- Weißpigmentierte Grundierfarbe mit hoher Untergrundhaftung vor nachfolgenden Anstrichen mit Sylitol® Bio-Innenfarbe.
Eignung gemäß Technischer Information Nr. 606 Definition der Einsatzbereiche
innen 1 innen 2 innen 3 außen 1 außen 2
+ + – – –
(–) nicht geeignet / (○) bedingt geeignet / (+) geeignet
Geeignete UntergründeDie Untergründe müssen frei von Verschmutzungen, trennenden Substanzen und trocken sein. VOB, Teil C, DIN 18363, Abs. 3 beachten.
UntergrundvorbereitungMineralische Untergründe mit Sinterhaut, mehlender oder wischender Oberfläche:
Grundrein mechanisch reinigen oder mit Histolith Fluat fluatieren und mit Wasser nachwaschen.
Putze der MG PIc, PII u. PIII/Mindestdruckfestigkeit nach DIN EN 998-1 mit mind. 1 N/mm2:
Feste, normal saugende Putze ohne Vorbehandlung beschichten. Auf grob porösen, sandenden, saugenden Putzen ein Grundanstrich mit Sylitol® RapidGrund 111, ausführen. Nachputzstellen nach dem Austrocknen mit Histolith Fluat fluatieren und mit Wasser nachwaschen.
Gipsputze der Mörtelgruppe PIV/Druckfestigkeit nach DIN EN 13279 mit mind. 2 N/mm2:
Auf festen Putzen: Grundbeschichtung mit Haftgrund EG. Weiche Gipsputze mit Dupa-Putzfestiger festigen. Gipsputze mit Sinterhaut schleifen und entstauben, Grundbeschichtung mit Dupa-Putzfestiger. Nach guter Trocknung jeweils Zwischenbeschichtung mit Hatgrund EG.
Lehmputze:Zu beschichtende Flächen reinigen und mit Sylitol® Rapidgrund 111, grundieren. Probebeschichtung durchführen und auf Braunverfärbungen überprüfen.
Gipsplatten (Gipskartonplatten):Spachtelgrate abschleifen. Grundbeschichtung mit Haftgrund EG. Weiche Gipsspachtelstellen mit Dupa-Putzfestiger festigen. Eine Grundbeschichtung mit Haftgrund EG. Bei Platten mit wasserlöslichen, verfärbenden Inhaltsstoffen eine Grundbeschichtung mit Caparol AquaSperrgrund und eine Zwischenbeschichtung mit Haftgrund EG (BFS-Merkblatt Nr. 12 beachten).
Gipsbauplatten:Grundbeschichtung mit Haftgrund EG.
Beton:Evtl. vorhandene Trennmittelrückstände sowie mehlende, sandende Substanzen entfernen. Eine Grundbeschichtung mit Haftgrund EG.
Kalksandsteinsichtmauerwerk:Salzausblühungen trocken abbürsten.
Ziegelsichtmauerwerk:Eine Grundbeschichtung mit Haftgrund EG.
Tragfähige Kalk-, Zement- oder Silikatfarben-Beschichtungen:Auf stark saugenden Flächen eine Grundbeschichtung mit Sylitol® Rapidgrund 111.
Tragfähige matte Dispersionsfarben und Kunstharzputz-Beschichtungen:Matte, gleichmäßig saugende Untergründe können ohne Grundierung ausgeführt werden. Zur Egalisierung auf stark saugenden Untergründen ist eine Grundierung mit Haftgrund EG erforderlich. Zur Optimierung der Haftungseigenschaften und zur Vermeidung von Haarrissen auf der Oberfläche ist auf alten seidenmatten bis glänzenden Dispersionsanstrichen ebenfalls eine Grundierung mit Haftgrund EG durchzuführen.
Nicht tragfähige Beschichtungen:Nicht tragfähige Lack- und Dispersionsfarben- oder Kunstharzputz-Beschichtungen restlos entfernen. Eine Grundbeschichtung mit Haftgrund EG. Nicht tragfähige Mineralfarben-Beschichtungen mechanisch restlos entfernen. Eine Grundbeschichtung mit Sylitol® RapidGrund 111.
Leimfarbenanstriche:Grundrein abwaschen. Eine Grundbeschichtung mit Dupa-Putzfestiger und eine Zwischenbeschichtung mit Haftgrund EG.
Ungestrichene Rauhfasertapeten:Ohne Vorbehandlung beschichten. Bei Relief- und Prägetapeten aus Papier ist ein Probeanstrich durchzuführen.
Capaver Glasgewebe-Wandbeläge:Eine Grundbeschichtung Haftgrund EG.
Nicht festhaftende Tapeten:Restlos entfernen, Kleister und Makulaturreste abwaschen. Eine Grundbeschichtung mit Dupa-Putzfestiger und eine Zwischenbeschichtung mit Haftgrund EG.
Schimmelbefallene Flächen:Schimmelbelag durch Nassreinigung entfernen. Flächen mit Capatox durchwaschen und gut trocknen lassen. Hierbei sind die gesetzlichen und behördlichen Vorschriften (z.B. die Biostoff- und die Gefahrstoffverordnung) zu beachten.
Kleine Fehlstellen:Nach entsprechender Vorarbeit mit Caparol-Akkordspachtel oder Caparol-Füllspachtel P nach Verarbeitungsvorschrift ausbessern und mit Haftgrund EG vorstreichen. Gipsspachtelstellen mit Dupa-Putzfestiger grundieren.
AuftragsverfahrenStreichen, rollen oder spritzen mit Airless-Geräten.
Airlessauftrag:Spritzwinkel: 50°
Düse: 0,025"
Spritzdruck: 150–180 bar
Arbeitsgeräte nach dem Gebrauch mit Wasser reinigen.
BeschichtungsaufbauEin satter, gleichmäßiger Anstrich mit Sylitol® Bio-Innenfarbe, unverdünnt bzw. mit max. 5 % Wasser verdünnt. Auf kontrastreichen Flächen ist eine vorherige Grundbeschichtung mit Sylitol® Bio-Innenfarbe, mit max. 5 % Wasser verdünnt vorzunehmen, auf stark oder unterschiedlich saugenden Flächen mit Sylitol® Mineralgrund oder Caparol-Haftgrund.
VerbrauchCa. 140 ml/m2 pro Arbeitsgang auf glattem Untergrund.
Auf rauen Flächen entsprechend mehr. Exakten Verbrauch durch Probebeschichtung ermitteln.
VerarbeitungsbedingungenUntere Temperaturgrenze bei der Verarbeitung und Trocknung:
+8 °C für Untergrund und Umluft.
Trocknung/TrockenzeitBei +20 °C und 65 % rel. Luftfeuchte nach 4–6 Stunden oberflächentrocken und überstreichbar. Durchgetrocknet und belastbar nach ca. 3 Tagen.
Bei niedrigerer Temperatur und höherer Luftfeuchte verlängern sich diese Zeiten.
HinweisUm die produktspezifischen Eigenschaften zu erhalten nicht mit anderen Werkstoffen vermischen. Je nach Farbton kann durch die Zugabe von Farbpigmenten der Anteil organischer Bestandteile in der Farbe auf über 5 % ansteigen und den in der VOB/C, DIN 18363 Abs. 2.4.1. beschriebenen Maximalwert überschreiten. Zur Vermeidung von Ansätzen nass-in-nass in einem Zug beschichten. Nicht auf Lacken, Untergründen mit Salzausblühungen, Kunststoffen und Holz einsetzen. Durch Abtönung kann es nach Durchtrocknung zu einer im Farbton ungleichmäßigen bzw. wolkigen Oberfläche kommen. Dies ist materialtypisch und lässt sich nicht immer verhindern. Bei dunklen Farbtönen kann eine mechanische Beanspruchung (kratzen) zu hellen Streifen führen. Für Flächen mit intensiven Farbtönen und hoher Beanspruchung empfehlen wir den Einsatz von PremiumColor. Auf glatten Flächen mit ungünstigen Lichtverhältnissen (Streiflicht), empfehlen wir das Produkt CapaSilan zu verwenden. Bei Airless-Spritzauftrag Farbe gut aufrühren und durchsieben. Abzeichnungen von Ausbesserungen in der Fläche hängen von vielen Faktoren ab und sind daher unvermeidbar (BFS-Merkblatt 25). Auf gipshaltigen Spachtelmaterialien kann es zu Farbabzeichnungen kommen. Eine vollflächige Zwischenbeschichtung mit Sylitol® Mineralgrund oder Caparol-Haftgrund vermindert dieses Risiko.
Abdeckmaßnahmen:Die Umgebung der zu beschichtenden Flächen insbesondere Glas, Keramik, Lackierungen, Klinker, Natursteine, Metall sowie naturbelassenes oder lasiertes Holz sorgfältig abdecken. Farbspritzer sofort mit klarem Wasser abwaschen.
Download 2.1 Einstufung des Stoffs oder Gemischs
Einstufung (VERORDNUNG (EG) Nr. 1272/2008)
Keine gefährliche Substanz oder Mischung.
2.2 Kennzeichnungselemente
Kennzeichnung (VERORDNUNG (EG) Nr. 1272/2008)
Keine gefährliche Substanz oder Mischung.
Sicherheitshinweise : P101 Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.
P102 Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
2.3 Sonstige Gefahren
Dieser Stoff/diese Mischung enthält keine Komponenten in Konzentrationen von 0,1 % oder höher,
die entweder als persistent, bioakkumulierbar und toxisch (PBT) oder sehr persistent und
sehr bioakkumulierbar (vPvB) eingestuft sind.